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Dysphonie

Eine Dysphonie ist eine Stimmstörung. Hier ist die Leistungsfähigkeit der Stimme eingeschränkt und ihr Klang ist verändert.

Symptome:

Je nach Schwere der Dysphonie (Stimmstörungen) sind die Symptome ebenfalls unterschiedlich ausgeprägt.

  • Eingeschränkte stimmliche Belastbarkeit
  • Räusperzwang und Reizhusten
  • Veränderung der Stimmlage und Tonhöhe (höher / tiefer)
  • Veränderung des Stimmklangs (z.B. heiser / rau / verhaucht / klangärmer)
  • Veränderung der Atmung (z.B. erhöhte Atemfrequenz / flach / gepresst / unregelmäßig)
  • Veränderung des Muskeltonus (Unter-/ Überspannung)
  • Missempfindungen im Rachen-/ Kehlkopfbereich („Kloß im Hals“)

Ursachen:

Eine Dysphonie kann in drei verschiedene Ursachengrupen eingeteilt werden:

1. Funktionelle Ursachen:

Funktionelle Ursachen können ihren Ursprung in einer Überlastung, in stimmschädigenden Sprechgewohnheiten, einem anlagebedingten schwachen Stimmapparat oder einer allgemeinen körperlichen Erkrankung auftreten. Je nach klinischer Erscheinungsform werden hyper- und hypofunktionelle Dysphonien („zu viel“ bzw. „zu wenig“ Krafteinsatz) unterschieden.

 Stimmveränderungen treten auch bei hormonellen Veränderungen auf, beispielsweise während des weiblichen Zyklus, aber auch in der Pubertät und sind im gewissen Umfang normal. Auch Medikamente können als Nebenwirkung durch unterschiedliche Art und Weise Stimmstörungen hervorrufen, z. B. durch eine Austrocknung der Schleimhäute bei Neuroleptika oder bei Asthmasprays (lokale Austrocknung durch das Spray).

2. Organische Ursachen:

Organische Ursachen sind z. B. Entzündungen, Lähmungen, gut- und bösartige Neubildungen (z. B. Polypen, Knötchen, Kehlkopfkrebs), aber auch ein Reflux von Magensäure. In seltenen Fällen liegen Kehlkopfverletzungen oder angeborene Fehlbildungen des Kehlkopfes vor.

3. Psychogene Ursachen:

Hier zeigen sich hyper-/ hypofunktionelle Stimmklangveränderungen aufgrund psychischer Probleme. Es liegt keine organische Ursache vor. Ebenso ist sie klar von den funktionellen Dysphonien (Stimmstörung) zu unterscheiden, da die Symptome plötzlich und unabhängig von Sprechbelastungen auftreten. Eine plötzlich eintretende Stimmlosigkeit bezeichnet man als Aphonie. Diese tritt jedoch selten auf.

Therapie:

Die Therapie kann aus verschiedenen Therapieansätzen bestehen, hier wird der Patient und die ausgeprägte Stimmstörung in den Fokus genommen und auf der Basis einer individuellen Diagnostik erstellt. Mögliche Inhalte/Übungen können wie folgt sein:

Schulung der Eigenwahrnehmung
Regulierung von Körperspannung (Tonus) und Haltung
Erlernen einer entspannenden und stressabbauenden Atemtechnik

• Stimmübungen:
• Erarbeitung einer physiologischen Stimmgebung
• Erschließung der Resonanzräume
• Findung und Entwicklung der eigenen optimalen Sprechstimme
• Steigerung der stimmlichen Leistungsfähigkeit
• Artikulationsübungen (Erhöhung der Verständlichkeit / Entlastung der Stimme)

Beratung zur Stimmhygiene (z.B. Abbau von negativen Habits)
Einsatz von Unterstützter Kommunikation (UK) bei Aphonie (totaler Stimmverlust)
NOVAFON® _ Schallwellengerät zur lokalen Vibrationstherapie
LAX VOX _ Methode zur Pflege, Heilung und Schulung der Stimme nach Sihvo, Marketta / Denizoğlu, İlter
Atemtherapie nach Middendorf, Ilse
Personale Stimmtherapie nach Stengel, Ingeburg / Strauch, Theo
Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobson, Edmund
Beratung

Die Stimmtherapie sollte umgehend beginnen, sobald die Patienten:

  • länger als 2 Wochen heiser klingen, die Stimme vorrübergehend versagt oder vermindert belastbar ist, bei Räusperzwang und häufigem Hustenreiz, bei Atemnot / Luftknappheit und Druck-/, Engegefühl im Hals-/ und Kehlkopfbereich
  • Kinder über einen längeren Zeitraum heiser, gepresst oder rau sprechen, ohne das ein akuter Infekt vorliegt.

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